Gibt es ein einfaches Hausmittel?
Bei Durchfall wirkt ein altes Hausmittel, das auch für sehr empfindliche Därme gut geeignet ist – man kann sogar schon wenige Wochen alte Babys damit füttern.
Geriebener Apfel! Ein mürber Apfel wird fein gerieben, möglichst auf einer Glasreibe. Das Ergebnis ist eine schaumige Creme, die man an der Luft einige Zeit stehen läßt. Ist der Apfel bräumlich, dann ist die Säure darin abgebunden und reizt die Darmschleimhaut nicht. Durch das feine Reiben wird die Oberfläche wesentlich größer und das Peptin tritt aus und bindet die Gifte im Darm – wer Marmelade ohne Geliermittel kocht, weiß den Apfel als Bindemittel zu schätzen. Der Darm wird gereinigt und die nervöse Darmbewegungen können ruhiger werden.
Geriebener Apfel kann auch durch schaumig geschlagene Banane ersetzt oder zur Abwechslung gegessen werden. Für Beides gilt: es stopft nicht, sondern „formt“ den Stuhl. Was sonst wässrig mit unverdauten Stückchen ausgeschieden wird, bekommt eine andere Konsistenz und der Darm „lernt“ wieder den normalen Umgang mit dem Inhalt. Nicht mehr bei jedem Reiz ausscheiden, sondern erst bei dem Reiz, der Füllung anzeigt die Peristaltik in Gang setzen sorgt für Ruhe und Entspannung.
Ähnliches kann auch durch Füllmittel wie z. B. Flohsamenschalen erreicht werden, da ist aber der zusätzliche Wert der Vitaminaufnahme nicht gegeben.
Nebenwirkungen sind nicht zu erwarten, aber bitte beachten: Ein gebissener Apfel bewirkt das Gegenteil und auch unverdaute Bananenstückchen im Darm sind ungünstig, es muß eine sämige schaumige Masse sein.
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